Man könnte fast denken ich wäre ein Multitalent !
Ersteinmal gewöhnte ich mich recht schnell wieder an den Luxus in Masterton, mein Kaffeepensum stieg wieder in die Höhe und alles war schön. Vor allem der Knirps River und Fox das Lamm sind derbe schnell am wachsen, echt wahnsinn!
2 Wochen später hab ich übers studivz im Internet den André S. kennengelernt. Der hatte einen Beitrag geschrieben dass er sich ein Auto mieten und damit die Nordinsel bereisen will. Samstag abend fragte er mich dann ob er mich mit nach Napier nehmen soll, Sonntag nachmittag waren wir da. Ich hab dort in Clive (das ist ein kleiner Ort zwischen Hastings und Napier) den Basti und Fridolin wieder besucht, die standen zusammen mit Jan und dessem Auto am Strand und warteten darauf dass die Saison hier endlich losgeht.
mein Fridolin, mein geliebter, der nicht mehr meiner ist...
Nachdem ich dort jedenfalls 2 Nächte verbracht hab, wollte der André (der hatte sich zwischenzeitlich Napier angeguckt) dann Dienstag früh weiter. Voll hektisch haben wir dann meinen Kram wieder von einem ins andere auto gepackt und ich direkt erstmal ein paar Klamotten vergessen. Nagut, egal, hol ich später nochmal ab.
das mietauto ohne namen!
Reisen mit André oder: Der Standard muss gewahrt bleiben!
Der Kerl ist eindeutig kein Backpacker, sondern eher Urlauber. So hatten wir also einige Diskussionen darüber welche Art von Zimmer man den bucht: ich wollte das billigste, er wenigstens nen 2-bett zimmer, die natürlich einiges mehr kosten. Geeinigt haben wir uns am Ende auf Share-räume, da sind maximal 4 Betten drin und nicht viel teurer. Nagut. Dann gab es da aber noch die Frage nach der Musik. Neuseeländische Radiosender haben nunmal nur eine begrenzte Reichweite, es ist quasi unmöglich 3 Stunden durchgehend Radio zu hören wenn man fährt. Andrés House und Pop-Musik hat sich so gar nicht meiner Rock-Reggae-folk-Musik vertragen.. Am Ende konnten wir uns aber auf 30 Seconds to Mars, Blink 182 und den Keinohrhasensoundtrack einigen. Na immerhin!
Unsere Reiseroute führte uns erstmal von Napier nach Gisborne, die Ostküste weiter hoch. Gisborne selbst fand ich persönlich sehr hübsch, André war nicht so begeistert. Ist ja im Grunde auch nur eine Stadt wie jede andere in Neuseeland. Für die Nacht haben wir uns in der Tokomaru-Bay im Hostel "Brians Place" einquartiert, noch ein stück nörlicher an der Ostküste und absolut genial! War im Reiseführer als Tipp gekennzeichnet und echt klasse, Ausblick direkt aufs Meer, die Küche voll verglast wie ein ehemaliger Wintergarten und so weiter. War sauschön.
Natürlich war die Mehrzahl der anderen Bewohner ebenfalls aus Deutschland, mit denen haben wir uns noch super unterhalten.
Die Aussicht vom Hostel Brians Place... traumhaft :)
Am Strand in Gisborne!
Cpt. Cook!
Am nächsten Morgen gings nach einem gemeinsamen Frühstück und 2 Stunden auf den neuseeländischen Adac warten (da war ne doofe warnlampe...am ende aber voll unnötig) dann weiter zum East Cape, Neuseelands östlichste Spitze. Unterwegs gabs haufenweise Kühe, Pferde und genau EINEN Pinguin. Ansonsten wars relativ unspektakulär, weil wir auf den Marsch zum Leuchtturm hoch keine Lust hatten, war sowieso doofes Wetter *hust* Und überhaupt, Leuchttürme gibts auch auf Borkum! 3 Stück!
Jedenfalls fuhren wir dann weiter nach Opotiki, ins Beach House. Ebenfalls als Tipp gekennzeichnet und sogar noch besser als Brians. Quasi diiirekt am Strand, so eine Art riesen-Bloghütte mit 4 kleinen gemütlichen Zimmern, Wohnraum + Küche, riesigem Ess- und Aufenthaltsraum inklusive Kickertisch und ner tollen Terrasse. Und alles irgendwie aus Holz. Nicht zu vergessen die Riesenpalme im superschönen Garten und natürlich die 2 hauseignenen Katzen :)
Außer uns waren dort noch 3 andere Mädels, natürlich Deutsche, die sich erstmal beschwerten dass wir ihnen wohl kein leeres Hostel gönnten. Die sind einige Stunden vor uns angekommen und da wir erst sehr spät kamen, hatten sie die Hoffnung das Hostel nicht teilen zu müssen. Pech gehabt :P Nina, Julia und Katharina entpuppten sich dann als super Abwaschfeen, liesen sich dafür quasi mit Kaffee bezahlen und blieben dann direkt noch ne Nacht länger, so wie wir. André wollte nicht schon wieder nen ganzen Tag im Auto verbringen, also nutzten wir den Tag zum einkaufen, Stadtbummeln, Strandspaziergang und so weiter.
Später kamen noch eine Neuseeländerin und eine weitere Deutsche, die Inken. Sehr nettes Mädel, blieb aber auch nur eine Nacht.
Nun wollten wir alle am Donnerstag weiter: die Mädels nach Napier um dort hoffentlich einen Job zu finden, Inken nach Taupo und wir zwei nach Mount Maunganui und danach ebenfalls nach Taupo und dann wieder nach Wellington, weil André das Auto am Sonntag wieder abgeben musste. Nachdem ich den Mädels aber von meinem Flaschenlamm erzählt hab und sowieso rumgeschwärmt hab wie toll das doch in MikiMiki (bei meiner Gastfamilie) ist, haben sie sich uns kurzerhand angeschlossen.
Freitag sind wir also alle zusammen erstmal nach Mount Maunganui gefahren und haben uns dort bei meinen Lieblingsjungs Gandalf und Markus (und mittlerweile auch Manuel) zum Kaffee eingeladen.
Die 3 Mädels und André sind dann dern Berg dort hoch während ich die Leute im Hostel besuchen wollte (war nur leider keiner da weil alle am arbeiten) und hab mich danach mit den Jungs an den Strand gelegt und gewartet. Nach gemeinsamen Stadtbummel durch Maunganui gings weiter in die stinke Stadt Rotorua, dort gabs schönere Hostels als in Taupo. Wieder dem LonelyPlanet Tipp folgend hatten wir dann ein 4Bett Zimmer mit extra Matraze in nem sehr hübschen Hostel mit Wintergarten und so.
André hat meinen tollen Broccolieauflauf verschmäht weil er Kopfschmerzen hatte. Selber schuld.
Samstag morgen gings weiter nach Taupo. Diesmal war der Tipp ein totaler Reinfall und wir suchten uns ein anderes Hostel. Bei Inken war leider kein Platz mehr, aber die Rainbowlodge direkt um die Ecke hatte dann noch 3 Doormplätze für die Mädels und ein Zweibettzimmer für André und mich- war ja immerhin unsere letzte Nacht.
Tagsüber wollten wir zu den HotSprings, heißen Quellen direkt am Fluss. Da wir aber auch die Huka-Falls sehen wollten, gabs erstmal eine kleine 45 minutüge Wanderung. Dummerweise hatte ich Depp natürlich meine FlipFlops an und der Weg bestand -natürlich, was auch sonst- garstigen Kieselsteinen. Den Rückweg also eher kriechend und rumnörgelnd als laufend verbracht, haben wir die Hotsprings dann weggelassen und sind wieder ins Hostel. André hat sich noch die Stadt angeguckt und wir Mädels wollten nachm Duschen dann eigentlich noch ne Runde tee trinken und dann den Rest vom Auflauf essen. Wir sind dann direkt den ganzen Abend in der "Wohnküche" hängengeblieben, später kam Inken noch mit ihrer neusten Bekanntschaft Viola und ner Flasche Wein an und André brachte auch noch ne Flasche mit und so wurde es ein gemütlicher quatschabend. Wegen nerviger Geräuschkulisse vom Nachbartisch (ein paar angesoffene einheimische oder so) verzogen wir uns dann in die Sofaecke, Viola, Nina, André und Inken auf eines und Katharina, Julchen und ich aufs andere. Ich hab ja vorher schon rumgealbert dass André und Inken gut zusammen passen, beide eher auf Urlaub, beide gleich einig dass man nicht in nem 9-bett-dorm schlafen kann und so weiter. Der Abend endete dann damit dass wir uns direkt auf die Hochzeit der beiden eingeladen haben. Genaue Daten gibts zwar noch keine, aber das wird noch... :)
Sonntag gabs nach gemeinsamen Frühstück (inklusive Inken und freiem Kaffee) riesen Verabschiedung. Inken wollte richtung tongariro nationalpark, André musste wieder nach Wellington Mietauto abgeben und ich bin mit den Mädels runter nach Masterton gefahren, zurück zur Adamsfamily. Als gutes Gewissen hab ich direkt noch in Rotorua dafür gesorgt dass sie sich eine Versicherung holen. Unterwegs mitten auf der Dessert Road waren wir so schön am quatschen, kein Mensch weit und breit und plötzlich kommt uns ein Polizeiauto entgegen, dreht um und folgt uns, bitte ranfahren. 25km/h zu schnell, 170 Dollar strafe. Na toller Mist.
Leicht geknickt kamen wir also in Masterton an, Fox kam uns direkt entgegengehüpft und die Mädels waren begeistert. Ich finde ja das Lamm ist schon ganz ordentlich groß und fett geworden, aber gut, niedlich ist er ja immernoch. Kaum durch die Haustür gekommen, sprang mir schon ein kleines 3jähriges Mädel an den Hals- Morgan freute sich wohl mich zu sehen :)
Die Twins waren ein bisschen schüchtern, so viele fremde Leute, aber auch das legte sich ziemlich schnell. Zum Abendessen gab es wie üblich richtig leckeres Essen mit ebensolchem Nachtisch, in diesem Fall Eis mit Erdbeeren und Vanillesauce. Am nächsten Tag mussten wir wieder nach Napier, hatten aber Zeit bis 20 uhr im Hostel anzukommen. Also den ganzen Tag noch schön entspannt, Wäsche gewaschen, Pancakes gemacht und dann in Panik ausgebrochen: wie üblich fiel der liebe kleine Hunter mal wieder runter. Diesmal aber dooferweise von der Theke die Essbereich von Küche trennt- direkt am Kamin mit den Holzscheiten. Die Mädels total schockiert und ich eher augenrollend auf das Kind zugelaufen, da hatte der ne richtig derb blutende Wunde am Kopf. Oh shit! Also raus gerannt und Dean rangepfiffen, der den kleinen dann gewaschen und Pflaster drauf und gut ist. Nunja. Lee ist später mit Hunter noch zum Doktor gefahren, weswegen wir ihr leider nicht mehr tschüss sagen konnten.
Die Mädels haben mich dann in Hastings bei Basti rausgeschmissen und sind weiter ins Hostel, ich bin dann morgens per Anhalter nachgekommen und nun sind wir hier. Warten auf Jobs, auf emails, auf Anrufe. Aber in einem sind wir uns alle einig: wir haben kein Geld :)
Mutti du fehlst und,.. :'-(
AntwortenLöschenKomm zurück !!!
ich komm euch ja nochmal besuchen wenns mein geld zulässt kinderchen *patt patt* :)
AntwortenLöschengeht ihr mal artig arbeiten und so, die annemarie und madlen passen bestimmt auch auf euch auf :D